Internist / Lungenfacharzt - Pneumologie Dr. med. Dietmar Penzl
Internist / Lungenfacharzt - Pneumologie Dr. med. Dietmar Penzl

Notfallmaßnahmen beim Asthmaanfall

Eine gute Vorbereitung ist das "A" und "0", wenn Sie eine Atemnotsituation schnell in den Griff bekommen wollen. In Zusammenarbeit mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt sollten Sie sich einen "Notfallplan" aufstellen, der Ihnen bei der Bewältigung von akuten Atemnotsituationen behilflich sein kann.
 
Die beste Position während eines Asthmaanfalls:
 
Mit auseinander gesetzten Beinen locker nach vorne beugen und die Ellenbogen auf die Oberschenkel stützen (sogenannter Kutschersitz).
Bei schwerer und langanhaltender Atemnot sollten Sie sich an einen Tisch setzen und den Oberkörper auf zwei übereinandergelegten Kissen ruhen lassen.
 
Es gibt noch viele andere atemerleichternde Positionen, die in speziellen Asthmaschulungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten eingeübt werden können. Generell gilt, dass Sie die für Sie angenehmste Stellung herausfinden müssen.
 
Die Behandlung nächtlicher Atemnot
 
Ein besonderes Problem, mit dem viele Asthmatiker zu kämpfen haben, ist die nächtliche Atemnot. Warum stellt sich häufig gerade zwischen 3 und 4 Uhr morgens Hustenreiz ein, der sich schliesslich bis zum akuten Atemnotanfall steigern kann?

Die Atmung unterliegt  wie viele andere Körperfunktionen auch einem Tag-Nacht-Rhythmus. Unsere innere Uhr steuert neben dem Blutdruck, der Körpertemperatur und der Hormonproduktion die Weite der Bronchien. Auch beim Gesunden sind die Bronchien nachts enger als am Tage, ohne dass es deswegen zu Luftnot kommt. Bei einem überempfindlichen Bronchialsystem kann diese Verengung jedoch derart zunehmen, dass sich daraus ein Asthmaanfall mit akuter Atemnot entwickelt.
 
Doch wie kann man diese Anfälle nächtlicher Atemnot in den Griff bekommen?
 
Das Wichtigste ist sicherlich die gute Behandlung des Asthmas am Tage. Wenn die Überempfindlichkeit und Entzündung der Bronchien konsequent bekämpft wird, ist die Atmung auch in der Nacht weniger anfällig. Hier stellt gerade die regelmässige Inhalation Ihres verordneten entzündungshemmenden Präparates eine wichtige Voraussetzung für die Verhinderung nächtlicher Atemnotanfälle dar.

Zusätzlich sollten Sie sich durch Auswahl geeigneter Medikamente auf die Nacht vorbereiten. Es besteht die Möglichkeit, ein langwirkendes Theophyllin-Präparat oder Beta-Mimetikum als Tablette einzunehmen, dessen Wirkung über die gesamte Nacht anhält.

Es hat sich aber auch bewährt, kurz vor dem Schlafen ein Beta-Mimetikum zu inhalieren. Bisher standen nur Medikamente zur Verfügung, deren Wirkung nur wenige Stunden anhielt.

Mittlerweile sind jedoch neue Wirkstoffe zur Inhalation entwickelt worden, mit denen eine bis zu 12 Stunden anhaltende Erweiterung der Bronchien erreicht werden kann.
 
Doch auch unter optimaler medikamentöser Behandlung kann eine nächtliche Atemwegsreizung nicht immer verhindert werden. Wenn Sie also mit Hustenreiz oder bereits bestehender Atemnot aufwachen, sollten Sie genau wissen, was zu tun ist.
 
Tips für den Umgang mit nächtlichem Asthma
 
Warten Sie nicht einfach ab!
Setzen Sie sich aufrecht auf die Bettkante, und versuchen Sie, ruhig durchzuatmen. Am besten geeignet ist dafür die Einatmung durch die Nase und die Ausatmung mit der dosierten Lippenbremse.
 
Nehmen Sie 2 Hübe aus einem griffbereit liegenden Dosier-Aerosol (oder Pulver-Inhalator) mit einem Beta-Mimetikum (evtl. nach 5 bis 10 Minuten wiederholen).
 
Trinken Sie langsam einige Schlucke eines bereitgestellten Getränks
(z.B. warmen Tee in einer Thermoskanne).
 
Die meisten Patienten können schon durch diese wenigen Massnahmen die Reizung Ihrer Atemwege lindern und so eine Steigerung bis hin zur Atemnot verhindern. Ist das möglich, messen Sie bitte sofort Ihren Peak-Flow-Wert, um ggf. weitere Notfallmaßnahmen einleiten zu können.
 
Eines müssen Sie auf jeden Fall beachten: Setzen Sie Ihre Medikamente niemals abrupt ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt Rücksprache gehalten zu haben; das könnte den nächsten Atemnotfall verursachen.
 
Wir hoffen, dass wir Ihnen hiermit einige sinnvolle Tips für den Notfall geben konnten.

Trotzdem wünschen wir Ihnen natürlich auf diesem Wege, dass Sie möglichst selten in diese Notfallsituation kommen werden.

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Dr. med. Dietmar Penzl

Internist /Facharzt für Lungen- u. Bronchialheilkunde
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Medikamentöse Tumortherapie
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